Hotel Amt Mitte, 2025Räumliches & funktionales Konzept | Visuelle Identität

Visualisierung Hotelbar-Konzept ✦


Kontextuelles Stimmungsbild ✦
Bestandsgebäude in Berlin.
Beispiel für die Verwendung des Logos ✦
Visualisierung eines Durchgangs ✦
Visualisierung Hotelzimmerkonzept ✦
Visualisierung Fitnessstudio-Konzept ✦
Kontextuelles Stimmungsbild ✦
Kontextuelles Stimmungsbild ✦
Aufteilung der Stockwerke
Aufteilung des Erdgeschosses
Grafiken zur Hintergrundgeschichte des Hotelkonzepts

Das Hotelkonzept „Amt Mitte“ interpretiert die Idee eines Hotels als spielerische, zeitgenössische Einrichtung neu. Inspiriert von der Bild- und Verfahrenssprache der deutschen Bürokratie verwandelt das Konzept die vertraute Atmosphäre eines Amtes – einer öffentlichen Behörde – in ein einladendes Erlebnis der Gastfreundschaft. Gäste checken nicht einfach ein; sie „beantragen“ ihren Aufenthalt und erhalten eine digitale Aufenthaltsgenehmigung, die direkt in ihr persönliches Reiseprofil in der Hotel-App eingetragen wird. Während ihres Aufenthalts sammeln die Gäste grafische Stempel, die Momente, Orte und Begegnungen markieren und den Aufenthalt in eine Erzählung offiziell genehmigter Erlebnisse verwandeln.

Visuell übersetzt die Identität die Ästhetik der Verwaltung in eine raffinierte Raumsprache. Elemente wie Stempel, Ablagesysteme, Formulare und Registernummern werden zu Designmotiven in Architektur, Beschilderung und Kommunikation. Klare, von der DIN-Typografie inspirierte Schrift, strukturierte Raster und mehrschichtige Farbfelder spiegeln die Logik offizieller Dokumente wider, während Möbel im Mid-Century-Stil, haptische Papiermaterialien und sorgfältig kuratierte Retro-Objekte Wärme und Charakter schaffen. Diese Spannung zwischen bürokratischer Ordnung und spielerischer Neuinterpretation prägt die Atmosphäre von Amt Mitte – präzise und doch humorvoll, strukturiert und doch einladend.

Das Konzept verbindet zudem digitale Effizienz mit analogem Charme. Das Hotelkonzept setzt auf „Digital First“ – mit automatisierter Buchung, App-basiertem Check-in, einem digitalen Gästearchiv und standortbezogenen Interaktionen, die es den Besuchern ermöglichen, im gesamten Gebäude und in der umliegenden Stadt Stempel zu sammeln. Gleichzeitig verstärkt die physische Umgebung dieses System durch überdimensionale Stempelinstallationen, Archivausstellungen, gedruckte Formulare und Beschilderungen, die den Stil offizieller Unterlagen widerspiegeln. Was sich normalerweise streng anfühlen könnte, wird zu einer Bühne für das Erzählen von Geschichten – und verwandelt Bürokratie in ein unerwartet reizvolles Ritual der Ankunft, Erkundung und Abreise.

Klient: Franken Generalplaner GmbH
In Zusammenarbeit mit Nicole Franken und Prof. Dipl.-Ing. Bernhard Franken

Status: Konzept